Opthalmology

Das Pferdeauge ist ein sehr komplexes und empfindliches Organ, welches von den verschiedensten Erkrankungen betroffen sein kann. Diese reichen von der Entzündung des Auges selbst oder seiner benachbarten Organe bis zu komplizierten Verletzungen oder chronischen Veränderungen, die manchmal auch chirurgisch therapiert werden müssen. Jede klinisch sichtbare Veränderung an den Augen Ihres Pferdes sollte sorgfältig untersucht und behandelt werden. Da reicht beispielsweise schon die gerötete Bindehaut oder der vermehrte Tränenfluss, welche Hinweise auf den Beginn einer komplizierten Augenerkrankung geben können.

Und man muss immer daran denken: Je früher die Diagnose gestellt wird, umso besser ist der Heilungserfolg.

Auge 1

In der Pferdepraxis Waldhausen verfügen wir über das nötige spezielle Equipment und Know how für eine genaue Augenuntersuchung und die verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten bis hin zur chirurgischen Versorgung. Auch weitergehende Untersuchungsmethoden (Tonometrie, Ultraschalluntersuchung der Augen und seiner Umgebung, CT-Untersuchung von Auge und Kopf) können hier durchgeführt werden.

Microchirurgische Eingriffe an der Hornhaut werden notwendig bei tiefen Verletzungen evtl. Fremdkörpereinlagerungen oder bei tiefen oder perforierenden Defekten (Corneaulcus) oder Corneaabszessen. Eventuell müssen dann Gewebetransplantationen (Concunctival flap, Corneaconjunctivalflap, Gewebetransplantation) durchgeführt werden, um das Auge und die Sehfähigkeit zu erhalten. Bei tumorösen Veränderungen oder chronischen Erkrankungen (z.B.idiopathische, immunvermittelte Keratitis) der Hornhaut ist es manchmal notwendig eine oberflächliche Abtragung der Hornhaut durchzuführen (Keratektomie).

Die operative Implantation von sog. Cyclosporine Plättchen unter die Sklera des Auges kann in manchen Fällen bei immunvermittelter Keratitis oder bei speziellen Fällen der rezidivierenden Uveitis („Mondblindheit“) notwendig werden.

Zur Behandlung von komplizierten oder chronischen Augenveränderungen (z.B. periodische Augenentzündung) können wir, neben der konservativen Therapie mit entzündungshemmenden Salben und systemischen Injektionen, zusätzlich die subkonjunktivale Injektion in die Lidbindehaut oder die Implantation eines Spülsystems direkt am Auge durchführen. Dadurch wird die Gabe der notwendigen Augentropfen oder – salben stark vereinfacht und deutlich erträglicher für den Patienten.

Bei kompliziertem oder rezidivierendem (wiederkehrendem) Krankheitsverlauf der Uveitis werden in unserer Praxis zusätzlich die intravitreale Low-Dose Gentamycininjektion unter Vollnarkose und die Vitrektomie (chirurgischer Austausch des infizierten Glaskörpermaterials) durchgeführt.

Auge 2Operationen an den umliegenden Augenstrukturen sind zum Beispiel: Exzision des 3. Augenlides bei tumorösen Erkrankungen (z.B. Squamosa cell karzinom), temporäres Zunähen der Augenlider (Tarsorrhaphie) bei schweren Hornhautdefekten, Augenlidrekonstruktionen bei Verletzungen oder Lidrandtumoren sowie auch Spülungen und Operationen am nasolacrimalen Systems (z.B. bei Verschluss oder nicht angelegtem Tränennasengang).

Häufig ist es notwendig bei Augenerkrankungen des Pferdes mehrmals täglich Medikamente zu applizieren und den Therapieerfolg zu kontrollieren, um eventuell eine notwendige Medikamentenumstellung rechtzeitig zu veranlassen. Deshalb müssen diese Patienten auch manchmal stationär in unserer Klinik versorgt werden.

Auge3Jede Augenerkrankung ist einzigartig und erfordert eine genaue, schnelle und zielgerichtete Therapie. Das Auge verzeiht keine Fehler und das Resultat einer Blindheit oder Verlust eines Auges, aufgrund von falscher oder zu spät eingeleiteter Therapie, ist fatal!

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